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Fachtag Innovative Versorgungspraxis als Aufbruch

Prof. Dr. Markus Zimmermann, Robert Jeske MBA, Mirjam Schmidt, Leah Dörr M.Sc., Sonja Stopp (v.l.n.r.), Bildschirm im Hingrund: Anna Leonhardi, Heike Hoffer
Prof. Dr. Markus Zimmermann, Robert Jeske MBA, Mirjam Schmidt, Leah Dörr M.Sc., Sonja Stopp (v.l.n.r.), Bildschirm im Hingrund: Anna Leonhardi, Heike Hoffer

Am 20. März fand der Fachtag Innovative Pflegepraxis an der EVHN statt. Mehr als 120 Teilnehmende aus Praxis- und Bildungseinrichtungen sind der Einladung gefolgt und haben sich zu den wandelnden Kompetenz- und Qualifikationsprofilen in der Pflege und den damit verbundenen Befugnissen informiert und ausgetauscht.  Beim Expertenpanel am Vormittag machte Heike Hoffer vom Bundesministerium für Gesundheit deutlich: Das Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege (ehem. Pflegekompetenzgesetz) regelt eine echte Substitution, die eigenverantwortliche Übernahme heilkundlicher Aufgaben. Ein klares Votum des Expertenpanel ist die Forderungen nach flexiblen Versorgungsmodellen. 

Die Botschaft lautete: "Pflege braucht Mut!" Mut, sich trotz knapper Ressourcen weiter zu qualifizieren, und Mut von Arbeitgebern, das zu fördern. So sieht Lea Dörr, Pflegeexpertin APN und Vorstandsbeisitzende der Pflegekammer NRW, neue Versorgungsmodelle als „Invest zum Reinvest“. Sonja Stopp aus dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention erläuterte die Pläne zur Umsetzung der bundeseinheitlichen Pflegefachassistenzausbildung in Bayern und gab Einblicke in die „Qualitätsoffensive Ausbildung“.

Am Nachmittag gab es es von Praxiseinrichtungen, Alumni und Studierenden Einblicke in innovative Versorgungsansätze. Neber einer Posterpräsentation mit 12 Beiträgen präsentierte das Universitätsklinikum Regensburg deren Umsetzung von "Shared Governance" (geteilte Verantwortung) auf dem Weg zu einer zertifizierten Einrichtung als „Magnetkrankenhaus“ und das Klinikum Fürth deren Personalentwicklung in Fach-, Führungs- und Managementlaufbahn. Konkrete Projekte zur Digitalisierung (Klinikum Bayreuth), interdisziplinären Zusammenarbeit (Sozialstiftung Bamberg) und Fallbegleitung (Klinikum Neumarkt) zeigen wie innovative Wege der Versorgung beschritten werden können. Eine eigene Session widmete sich dem Thema Palliative Care und ließ Diskussionsraum zu aktuellen Forschungserkenntnissen aus Pflegewissenschaft und Medizin. Abgerundet wurde die Vielfalt der Angebote durch einen Karriere Talk über den Einstieg ins Berufsleben, weitere Karriereschritte, Herausforderungen und Erfolge nach einem pflegewissenschaftlichen Studiengang (initiiert durch das Alumni-Netzwerk der EVHN e.V.).

Neben den vielfältigen fachlichen Beiträgen wurde vor allem der Raum zum Austausch von den Teilnehmenden geschätzt. Die durchweg positiven Stimmen sehen den Fachtag als inspirierenden Impuls in herausfordernden Zeiten, der im Sinne des Frühlingsbeginn Aufbruch, Neubeginn und Hoffnung für eine sich wandelnde Versorgungspraxis mit sich bringt.

 

Das Programm mit allen Themen und Mitwirkende finden Sie hier (pdf).

 

Text: Prof. Dr. Susanne Schuster (für die Fachgruppe Gesundheit und Pflege), Foto: David Stadlmayr