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Treffen des Forschungsnetzwerkes Osteuropäische Betreuungskräfte

Die Teilnehmenden des Forschungsnetzwerktreffens am 18.06.20221

Die Mitglieder des „Forschungsnetzwerkes Osteuropäische Betreuungskräfte“ trafen sich in einer turnusmäßigen Sitzung online am 18. Juni 2021 an der der Evangelischen Hochschule Nürnberg. Den 18 anwesenden Mitgliedern wurden zwei  aktuelle Studien vorgestellt: zum einen eine Studie von Prof. Dr. Arne Petermann und Kollegen zum Thema „Fairness und Autonomie in Beschäftigungsverhältnissen der häuslichen Betreuung und Pflege - empirische Ergebnisse aus der Perspektive der Pflegenden“. Hierbei wurden Ergebnisse einer quantitativen Befragung von Mitarbeitenden lokaler Pflegedienste und häuslichen Betreuungskräften präsentiert, wie sie in ihren jeweiligen Arbeitsfeldern Autonomie wahrnehmen.

Prof. Dr. Nausikaa Schirilla präsentierte ihre qualitativen Ergebnisse der Studie „Entwicklung von Unterstützungsstrukturen für mittel- und osteuropäische Migrant*innen in häuslichen Pflegearrangements - EUMIP/ Sekundärauswertung zum Thema Gerechtigkeitsvorstellungen“. Häusliche Betreuungskräfte wurden in Einzelinterviews befragt, wie „gerecht“ sie Ihre jeweilige Arbeit in den Haushalten erleben und empfinden.

Zu dem Forschungsnetzwerktreffen eingeladen hatten Prof. Dr. Barbara Städtler-Mach und Prof. Dr. Helene Ignatzi, beide Evangelische Hochschule Nürnberg, als Initiatorinnen des Netzwerkes.

Das Forschungsnetzwerk möchte in seinen nächsten Sitzungen die Themen Gerechtigkeit und Autonomie in der häuslichen Betreuung älterer Menschen weiter diskutieren.

Das nächste Treffen findet am 24.09.2021 (online)  statt.

 

Zum Forschungsnetzwerk Osteuropäische Betreuungskräfte

Das Forschungsnetzwerk „Osteuropäische Betreuungskräfte"  wurde im Herbst 2017 von nationalen und internationalen Vertreterinnen und Vertretern acht verschiedener Hochschulen, Universitäten und Praxiseinrichtungen gegründet. Seitdem trifft sich das Netzwerk in regelmäßigen Abständen an der Evangelischen Hochschule Nürnberg. Ziel des Netzwerkes ist eine Zusammenarbeit mit politischen Akteuren zu initiieren, zum Beispiel zur Veränderung der gesetzlichen und finanziellen Situation sowohl der Betreuungskräfte als auch der Angehörigen, Transparenz schaffen bei den Beschäftigungsverhältnissen oder auch den Arbeitszeiten sowie die Qualität der Betreuung sichern. Die Rahmenbedingungen für die Unterstützung von Pflegebedürftigen in der häuslichen Umgebung mit Frauen aus Osteuropa auf legale und offiziell bezahlbare Weise soll gewährleistet werden. Gemeinsame internationale Publikationen des Forschungsnetzwerkes sollen die Diskussion um das Thema weiter vorantreiben und wissenschaftlich untermauern.

 

Ansprechpartnerinnen: Prof. Dr. Helene Ignatzi, helene.ignatzi@evhn.de, Prof. Dr. Barbara Städtler-Mach, barbara.staedtler-mach@evhn.de