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2. ANP-Konferenz – ein Erfolgsformat für eine qualitativ professionelle Pflege

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(Fast) leerer Seminarraum, jedoch voller Zoom-Raum: rund 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der 2. ANP-Konferenz

Das Konzept Advanced Nursing Practice (ANP) hat zum Ziel eine spezialisierte und erweiterte Pflegepraxis durch Pflegeexperten auf Masterniveau anzubieten, um einen definierten Versorgungsbedarf von Patienten und deren Angehörigen wirksam und nachhaltig zu decken. Am 4. Dezember 2020 fand an der EVHN die 2. ANP-Konferenz mit 250 angemeldeten Teilnehmern statt. Mittelpunkt der Online-Konferenz waren pflegewissenschaftliche Abschlussarbeiten und Praxisprojekte von Absolventen und Studierenden aus den drei bayerischen ANP-Masterstudiengängen. Dabei wurde der Blick auf die vielfältigen Facetten und Möglichkeiten einer qualitativ professionellen Pflege gelenkt.  

Das Themenspektrum reichte von der Versorgung von Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, mit onkologischen Erkrankungen oder spezifischen Beatmungsformen bis hin zu entwickelten Handlungsempfehlungen für ein Delirmanagement, eine deeskalierende Kommunikation oder die Angehörigenbegleitung bei Patienten mit neurologischen Erkrankungen wie einem Schlaganfall.

Key Note der ANP-Konferenz war der Beitrag von Dr. Johanna Feuchtinger vom Universitätsklinikum Freiburg. Bereits seit mehr als 20 Jahren ist dort eine spezialisierte und erweiterte Pflegepraxis etabliert. Die Fragestellung im Vortragstitel „ANP studiert und doch ganz nah an der Praxis – ein Modell für ganz Deutschland?“ konnte eindeutig mit Ja beantwortet werden. „Die bestehenden Möglichkeiten der medizinischen Diagnostik und Therapie sowie die heutigen Möglichkeiten der allgemeinen Gesunderhaltung ermöglichen uns auch bei chronischen Krankheiten bis ins hohe Alter ein Leben mit hoher Lebensqualität. Pflegeexperten und Pflegeexpertinnen APN leisten für die Erreichung dieses Ziels einen wesentlichen Beitrag, “ so die Referentin.

Zu den Teilnehmern an der 2. ANP-Konferenz zählten neben zahlreichen pflegewissenschaftlichen Studierenden und Pflegeexperten auch berufspolitische Interessensvertreter des Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) und des Deutschen Netzwerks für APN & ANP (DNAPN) sowie Vertreter aus 17 Praxiseinrichtungen und 19 Hochschulen und Universitäten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Die diesjährige ANP-Konferenz fand in einem dafür neuartigen Format statt:  Alle angemeldeten Teilnehmer erhielten im Vorfeld den Konferenzband um sich in die einzelnen Fachbeiträge einzulesen. Bei der virtuellen Veranstaltung am 4. Dezember wurden die Fachbeiträge in kleineren Gruppen diskutiert und sich darüber ausgetauscht.

Eine Evaluation unter den Teilnehmern zeigte, dass sowohl das inhaltliche Spektrum der Beiträge als auch das neuartige Format aus Konferenzband mit anschließender virtueller Diskussion als sehr positiv bewertet wurden. Für eine nächste ANP-Konferenz wünschen sich die Teilnehmer die Beibehaltung dieses Veranstaltungsformats.

Die Konferenz fand in Kooperation mit der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg und der Hochschule München statt.

Text: Prof. Dr. Susanne Schuster, Studiengangsleiterin Master APN