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KSH München und EVHN eröffnen im Verbund gemeinsames Promotionszentrum: Im Mai starten die ersten Promovierenden
Am 12. März wird das neue Promotionszentrum „Menschenorientierte Forschung für innovative Versorgung und Teilhabe“ (kurz: MeVuT) am Campus München feierlich eröffnet. Bereits im Mai werden die ersten Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler am Promotionszentrum MeVuT der Katholischen Stiftungshochschule München (KSH München) und der Evangelischen Hochschule Nürnberg (EVHN) ihre Doktorarbeit starten.
Nach strategischen Herausforderungen, einem komplexen Antragsverfahren und mehreren Etappensiegen ist es nun endlich so weit: Das Promotionszentrum MeVuT der KSH München im Verbund mit der EVHN öffnet die Türen für die künftigen Doktorandinnen und Doktoranden. Das seit 2023 geltende Bayerische Hochschulinnovationsgesetz sieht eine eigenständige Promotion für Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAWs) vor – und zwar zeitlich begrenzt und fachlich ausgerichtet auf besonders forschungsstarke Bereiche. Durch die Verleihung des zeitlich und fachlich begrenzten Promotionsrechts bescheinigte das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst den beiden staatlich anerkannten, kirchlich getragenen Hochschulen im vergangenen Herbst diese maßgebende Forschungsstärke. Mit der bevorstehenden, feierlichen Eröffnung von MeVuT manifestiert sich nun dieser durchschlagende Erfolg in der akademischen Weiterqualifizierung von Hochschulabsolventinnen und -absolventen.
Bereits am 15. März beginnt die Bewerbungsphase für die ersten Promovierenden des neuen Promotionszentrums, die spätestens im Mai mit ihren Forschungsprojekten starten werden. Das Promotionszentrum MeVuT ist auf eine menschenorientierte Forschung zu Versorgung und Teilhabe ausgerichtet und in den Disziplinen Soziale Arbeit, Pflege, Kindheitspädagogik und Hebammenkunde verankert. Daran muss das geplante Promotionsvorhaben inhaltlich und methodisch anknüpfen. Die Bewerbenden benötigen einen einschlägigen Masterabschluss mit mindestens der Abschlussnote 2,0, die Betreuungszusage eines prüfungsberechtigten, professoralen Mitglieds des Promotionszentrums und ein aussagekräftiges Exposé.
Besonders interessant ist eine Promotion am Promotionszentrum MeVuT auch deshalb, weil hier akademische Disziplinen erschlossen werden, die sich an Universitäten bis dato nicht abbilden und in ihrer gesellschaftlichen Relevanz und ihrem außerordentlichen Praxisbezug auszeichnen. Durch MeVuT tragen die beiden Hochschulen fortan maßgeblich dazu bei, ihre eigenen Expertinnen und Experten sowohl für die Wissenschaft als auch für Führungspositionen in den angrenzenden Praxisfeldern zu qualifizieren. Die Vorteile einer Promotion an der KSH München im Verbund mit der EVHN liegen für KSH-Professor Dr. Bernd Reuschenbach, wissenschaftlicher Leiter des neuen Promotionszentrums MeVuT, auf der Hand: „Die beiden Hochschulen können durch ihren hervorragenden und historisch gewachsenen Praxisbezug besonders Promotionen fördern, die vor allem die Bedürfnisse der Betroffenen in ihrer Lebenswelt in den Fokus nehmen. Die Forschung an dem neuen Promotionszentrum gestaltet sich damit äußerst interdisziplinär, methodenvielfältig sowie menschen- und bedürfnisorientiert.“ Die Betreuung der Promotionen erfolgt in einem gleichberechtigten Tandem, das in der Regel aus zwei Mitgliedern des Promotionszentrums besteht.
Prof. Dr. Susanne Schuster, Professorin für Pflegewissenschaft an der EVHN und prüfungsberechtigtes Mitglied des Promotionszentrums, hebt die gute Begleitung am MeVuT hervor: „Unser Promotionsprogramm schafft Transparenz und Planbarkeit für die über mehrere Jahre angelegten Forschungsvorhaben und gibt Promovierenden und Betreuenden Sicherheit. Zudem unterstützen wir durch ein Qualifizierungsprogramm und interdisziplinäres Forschungskolloquium – und lassen niemanden allein auf dem manchmal herausfordernden Weg der Promotion.“
Für Studierende der beiden Hochschulen eröffnet sich ein weiterer, attraktiver Karrierewege: Fortan können sie an ihrer Hochschule eine Qualifikation vom Bachelorstudium bis zur Promotion erlangen. Das Promotionszentrum MeVuT versteht sich aber keineswegs nur als Kaderschmiede für Studierende oder Alumni der beiden Hochschulen – externe Bewerberinnen und Bewerber von anderen Hochschulen und von Universitäten mit entsprechenden Qualifikationen und Forschungsfragen sind ausdrücklich erwünscht.
EVHN und KSH München ziehen partnerschaftlich an einem Strang. „Wir freuen uns sehr, dass wir als spezialisierte SAGE*-Hochschulen mit dem Promotionszentrum MeVuT die Forschung in den höchst gesellschaftsrelevanten Themen mitgestalten können. Gemeinsam wollen wir herausragende Promovierende gewinnen, die Potenziale des Themenkomplexes Versorgung und Teilhabe über München und Nürnberg hinaus zur Geltung bringen und die Spitzenforschung in unseren Bereichen mit einer exzellenten Forschungsinfrastruktur voranbringen“, sagen Prof. Dr. Birgit Schaufler, Präsidentin der KSH München, und Prof. Dr. Thomas Popp, Präsident der EVHN.
Weitere Informationen zum neuen Promotionszentrum und zur Bewerbung finden Sie auf der Website unter: www.ksh-muenchen.de/promotionszentrum-mevut
Wichtiger Hinweis an die Presse
Wir laden Sie als Vertreterinnen und Vertreter der Presse herzlich zur Eröffnung des Promotionszentrums MeVuT ein. Die Feier findet am Donnerstag, 12. März 2026, von 11 bis 13 Uhr mit anschließendem Get-together in der Jugendkirche auf dem Campus München in der Preysingstraße 95 in 81667 München statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Über das Promotionszentrum MeVuT
Das Promotionszentrum „Menschenorientierte Forschung für innovative Versorgung und Teilhabe“ (kurz: MeVuT) führt die breite fachliche Expertise von Professorinnen und Professoren der Katholischen Stiftungshochschule München (KSH München) und der Evangelischen Hochschule Nürnberg (EVHN) in den *SAGE-Bereichen (Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege, Erziehung und Bildung) zusammen. Vorausgegangen war dem Promotionszentrum der Erhalt des eigenständigen Promotionsrechts, das fachlich und zeitlich begrenzt ist. Die Forschung im Promotionszentrum ist konsequent menschenorientiert und verfolgt die Clusterthemen „Versorgung“ und „Teilhabe“. Das gemeinsame Ziel ist es, Promovierenden exzellente Forschungsbedingungen für eine praxisnahe, menschenorientierte und ethisch reflektierte Forschung bereitzustellen. Promovierende werden gezielt auf den Erwerb des Doktorgrades vorbereitet und während des gesamten Promotionsprozesses beratend begleitet. Sitz des Zentrums ist die KSH München; nach erfolgreichem Abschluss wir der Titel „Dr. phil.“ verliehen. Weitere Informationen finden Sie unter: www.ksh-muenchen.de/promotionszentrum-mevut
