Das Diskursformat einer kritischen Öffentlichen Theologie hat zum Ziel, auf sich im beständigen Wandel befindliche Öffentlichkeiten zu reagieren. Im Dialog mit gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure und Kooperationspartnerinnen und partner gilt es, die Bedeutung christlicher, aber auch anderer religiöser Traditionen für plurale Gesellschaften und ihre Herausforderungen zu erschließen. Die grundsätzliche sozialethische Bedeutung von Religion in ihren verschiedenen Erscheinungsformen im öffentlichen Raum eröffnet die Möglichkeit, in einer multikulturellen und multireligiösen Gesellschaft den pluralitätskompetenten Umgang mit religiöser Diversität zu fördern und die Wirkungen religiöser Traditionen in die Öffentlichkeit der Gesellschaft hineinzureflektieren. Mit diesem interdisziplinären Forschungsansatz will das Institut für Theologie und Gesellschaft im Diskurs mit anderen wissenschaftlichen Disziplinen stehen, um gesellschaftliche Phänomene analysieren und aus ethisch-theologischer Perspektive auf Fragen der Gerechtigkeit und Solidarität antworten zu können. Intersektionale Themen zur weltweiten Ökumene, zum Globalen Lernen, zu Nachhaltigkeit und Klimagerechtigkeit, zu Migration und postkolonialen Fragestellungen, zur Werte- und Demokratiebildung sowie zur religiösen Bildung in pluralen Gesellschaften werden dabei profiliert, in Forschungsprojekten weiterentwickelt und für Bildungsprozesse fruchtbar gemacht.
Projektleitung: Prof. Dr. Kathrin Winkler