Digitale Technologien und robotische Systeme halten zunehmend Einzug in Pflege, Medizin und Alltag. Ob sie den Menschen wirklich helfen, hängt jedoch nicht allein von ihrer technischen Leistungsfähigkeit ab. Hier setzt das REGINA-Projekt an (Laufzeit 10/25 bis 03/29). Es ist ein interdisziplinäres Begleitvorhaben des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), das die Implementierung von Robotik im Gesundheitswesen unterstützt.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Mensch und Roboter so zusammenarbeiten können, dass Roboter sinnvoll unterstützen, ohne neue Belastungen zu erzeugen. Hierfür bringt REGINA verschiedene Perspektiven und Projektpartner zusammen: Technik, Ethik, Gesundheitswissenschaften und Psychologie arbeiten als Konsortium im Modus der ‚Integrierten Forschung‘ eng verzahnt zusammen. So wird gewährleistet, dass technische Innovationen von Anfang an auch anthropologische, soziale und ethische Aspekte berücksichtigen.
Ein besonderes Augenmerk gilt den unausgesprochenen Annahmen über den Menschen und Maschinen, die in technischen Systemen stecken: Welche Aufgaben und Rollen sollen sie jeweils übernehmen? Wie verändern sie Kommunikation, Zusammenarbeit und Beziehungen? Und wie lassen sich diese Veränderungen sinnvoll messen und bewerten? Solche Fragen sind entscheidend dafür, ob neue Technologien in der Praxis akzeptiert und genutzt werden. Auf dieser Basis entwickeln die Projektbeteiligten das Modell ADMIRE weiter, das technische Perspektiven mit Erkenntnissen aus der Anthropologie verbindet. In Kombination mit dem etablierten ethischen Evaluationsinstrument MEESTAR soll es helfen zu verstehen, wie Technik und die Beziehung zwischen Mensch und Technik gestaltet sein müssen, um Menschen optimal zu unterstützen.
Projektverantwortlich: Prof. Dr. Arne Manzeschke, wissenschaftliche Mitarbeit: Dr. Galia Assadi