19.10.2026 Implementierung von Wirkungsorientierung im Ganztag an Grundschulen der Stadt Ulm
Im Rahmen des Projekts sollen Konzepte, Strategien und Methoden der Wirkungsorientierung in die Angebote des Ganztags der Stadt Ulm implementiert werden. Eine stärkere Wirkungsorientierung und die systematische Darstellung und Kommunikation der bei den Schülerinnen und Schülern, die an Ganztagsangeboten teilnehmen, erzielten Wirkungen sollen zum einen der fachlichen Reflexion, Weiterentwicklung und effizienteren Steuerung, aber auch der Legitimation des Angebotes gegenüber Kostenträgern und Öffentlichkeit dienen.
Der geplante Prozess wird vom Kompetenzzentrum Wirkungsorientierung in der Sozialen Arbeit am Institut für Praxisforschung und Evaluation der Evangelischen Hochschule Nürnberg wissenschaftlich begleitet. Im auf drei Jahre geplanten Prozess soll zu Beginn ein gemeinsames Verständnis von Wirkung und Wirksamkeit für den gesamten Angebotsbereich mithilfe eines Kick-off-Workshops erarbeitet werden. Darauf aufbauend wird ein Wirkmodell für den Ganztag an den Grundschulen entwickelt. Die Erarbeitung erfolgt in Workshops zusammen mit den Fachkräften. Mit Hilfe von Nutzendeninterviews wird das Wirkmodell validiert und ggf. modifiziert. Das Wirkmodell dient dabei der übersichtlichen Darstellung aller Wirkannahmen und damit der Klärung der Frage, welche Wirkungen durch die Ganztagsangebote bei den Zielgruppen erzielt werden können und sollen.
Aufbauend auf dem Wirkmodell wird ein wirkungsorientiertes Monitoring entwickelt: Alle zentralen Wirkindikatoren werden dazu zu mehreren Messzeitpunkten erhoben. Die Fragebogenentwicklung erfolgt partizipativ in enger Abstimmung mit den Fachkräften. Ziel ist es, Veränderungen und Stabilisierungen bei den Zielgruppen mittels Selbst- und Fremdeinschätzung valide zu erheben.
Die Daten dieses wirkungsorientierten Monitorings werden am Institut statistisch ausgewertet, um Effekte der Arbeit vor Ort nachvollziehbar darstellen zu können. Die Daten werden zudem in ein interaktives Auswertungstool überführt, sodass Fachkräfte und Mitarbeitende Auswertungen auch selbstständig und je nach Bedarf abrufen können. Das wirkungsorientierte Monitoring wird so implementiert, dass es auch längerfristig für die Angebote des Ganztags der Stadt Ulm genutzt werden kann.
Ein besonderer Fokus im gesamten Prozess liegt darauf, alle entwickelten Instrumente und Methoden einfach und praxisgängig in die fachliche Arbeit zu integrieren. Ziel ist hier, dass alle Instrumente und Methoden auch nach Projektende eigenständig weiter genutzt werden können und damit eine langfristige fachliche Reflexion, Steuerung sowie der Aufbau eines Wissenskorpus und die Legitimation der Angebote erfolgen kann.
Auftraggeber: Stadt Ulm – Abteilung Bildung und Sport (BS) – Sachgebiet Ganztag
Laufzeit: Oktober 2026 – Dezember 2029