29.09.2026, 15:00 Forschung dekolonial denken

Eine Hand hält ein Blatt Papier mit dem Aufdruck "Let's rethink"

Wer bestimmt Forschungsfragen und wissenschaftliche Prioritäten? Welches Wissen in der Forschung wird berücksichtigt? Wie prägen Machtverhältnisse den Forschungsprozess? Gemeinsam reflektierten Lehrende aus Burundi, Ruanda und Deutschland am 17. September 2026 über diese Fragen in einem Online-Workshop. Dabei entwickelten die Teilnehmenden konkrete Ansätze für eine dekolonial ausgerichtete Forschungspraxis und übertrugen diese auf ihre eigenen Forschungsprojekte.

Der Online-Workshop „Decolonization of Research“ wurde von Prof. Dr. Kathrin Winkler, EVHN, inhaltlich gestaltet und durchgeführt. Die Veranstaltung war Teil des von „Brot für die Welt“ geförderten internationale DeCoDe-Projetks, das die langfristigen Folgen der deutschen Kolonialherrschaft in Ruanda und Burundi untersucht und fragt, wie koloniale Erfahrungen und Wissensordnungen bis heute gesellschaftliche, kirchliche und insbesondere bildungsbezogene Strukturen prägen. Im Mittelpunkt steht, wie koloniale Narrative entstanden sind, wie sie fortwirken und wie sie im Rahmen von Bildungsprozessen reflektiert und weiterentwickelt werden können. Es wird untersucht, wie deutsche Kolonialstrukturen und -denkweisen die Entwicklung kirchlicher Institutionen, gesellschaftlicher Normen und insbesondere der Bildungssysteme geprägt haben. Dabei wird analysiert, wie koloniale Kontinuitäten bis heute soziale, kulturelle, politische, kirchliche und bildungspolitische Kontexte beeinflussen.


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Foto: Pixabay