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„Menschenrechte bewegen″ - Aktion zum Internationalen Tag der Menschenrechte in Nürnberg
12.12.2017

In der Nürnberger Straße der Menschenrechte stehen dreißig  Betonsäulen des Künstlers Dani Karavan, die mit den Artikeln der UN-Charta beschriftet sind. Diese Säulen wurden am 10. Dezember 2017 symbolisch durch die Nürnberger Innenstadt bewegt. Besuchern auf dem Weg zum Christkindlesmarkt wurde die Bedeutung der UN-Charta vor Augen geführt. Über Menschenrechte nachdenken und darüber sprechen, war das Ziel der Aktion: Wann profitieren wir selbst von den Menschenrechten? Gibt es Bereiche, in denen unsere Würde, Freiheit oder Gleichberechtigung gefährdet ist? Wo leben wir auf Kosten anderer Menschen? Was hat unser Lebensstil mit Menschenrechten zu tun? Die Aktion der Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg wurde von Studierenden der EVHN vorbereitet.


Mit der Aktion zum Internationalen Tag der Menschenrechte wurde laut Doris Groß vom Nürnberger Menschenrechtsbüro eine Reihe von Veranstaltung zum 70jährigen Jubiläum der Deklaration im Jahr 2018 eingeläutet. Auch 70 Jahre nach ihrer Verkündung ist die Bedeutung dieser universellen Rechte nicht allen bewusst. Nach wie vor muss um Ihre Umsetzung kontinuierlich gerungen werden. Dabei wolle die Aktion nicht nur auf Vergehen in anderen Ländern aufmerksam machen sondern auch Anfragen an unseren Alltag stellen: Wie steht es beispielsweise um die Würde von pflegebedürftigen Personen oder derjenigen, die sie unter schweren Arbeitsbedingungen pflegen? Welche globalen Zusammenhänge hat unser Konsumverhalten bezüglich der unmenschlichen Förderbedingungen von sogenannten Seltenen Erden? Wie steht es in unserer Gesellschaft um die gleichberechtigte Anerkennung aller Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung

Die Aktion der Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg wurde von Studierenden der Evangelischen Hochschule Nürnberg vorbereitet. Beteiligt waren mit der Bürgerbewegung für Menschenwürde in Mittelfranken, Mission EineWelt, amnesty international, dem DGB, Hawelti und Fliederlich weitere Initiativen, die sich in verschiedenen Themengebieten der Umsetzung vom Menschenrechten widmen.

Nach Abschluss der Performance zogen die „Säulenmenschen“ zur Bühne des Christkindlesmarktes. Dort betonte Pfarrer Reinhold Seidl von der Pfarrgemeinde Herz Jesu Nürnberg in einer Kurzandacht, dass die Adventszeit gerade darauf hinweise, dass Gott in Jesus Mensch wurde und somit uns alle zu einem mitmenschlichen Umgang befähigt. Die Menschenrechte seien daher unverzichtbarer Anteil unseres Zusammenlebens.

Viele weitere Impressionen

Text: S. Feder, Foto: N. Feulner



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