Archiv der Forschungsprojekte
Arbeitslosigkeit - Belastungs- und Bewältigungsprozesse als Herausforderung für die Erwachsenenbildung
Von Joachim König (Forschung, Entwicklung, Transfer - Nürnberger Hochschulschriften (13), 2016).  Dieser Beitrag ist aus einer Reihe von Vorträgen des Autors heraus entstanden und will versuchen, eine Antwort auf vier Fragen zu geben: 1. Warum gibt es eigentlich Arbeitslosigkeit? Die gesellschaftliche Ausgangssituation soll kurz analysiert werden, in der wir uns befinden. 2. Welche Folgen hat Arbeitslosigkeit für die Betroffenen? Und warum? Bei wem und unter welchen Bedingungen hat sie Folgen? 3. Was tut die Erwachsenenbildung dagegen? Wo kann sie individuelle Bewältigungsversuche unterstützen? An dem Punkt wird dann ein grundsätzliches Problem, ein Dilemma deutlich, in dem Erwachsenenbildung hier steckt. 4. Was müsste Erwachsenenbildung deshalb außerdem noch tun? – Hier ein paar Vorschläge, wie wir vielleicht aus diesem Dilemma rauskommen könnten. Artikel 
Hören und Verstehen - Wodurch das Erkennen Freude macht. Theologische Bemerkungen
Von Michael Kuch (Forschung, Entwicklung, Transfer - Nürnberger Hochschulschriften (13), 2016). In drei Schritten möchte ich im weiteren entfalten, wodurch das theologische Entdecken Freude macht. Als erstes ist der Gegenstand des Erkennens genauer zu beschreiben, nämlich als die Wirklichkeit des Evangeliums. Sodann will ich den spezifischen Modus in den Blick nehmen, in dem das Evangelium zu einer Wirklichkeit unseres Lebens wird. Es ist der Modus des Hörens. Drittens soll skizziert werden, wozu jede theologische Erkenntnisbemühung, zumindest in reformatorischer Perspektive, dient. Sie dient der Verdeutlichung dessen, was Martin Luther als „äußeres Wort“ bezeichnet hat. Artikel
Wohin bilden wir unsere Kinder? Eltern und Kita unter Druck – wenn Anforderungen und Erwartungshaltungen kollidieren
von Roswitha Sommer-Himmel (Forschung, Entwicklung, Transfer - Nürnberger Hochschulschriften (2), 2016). Der Begriff Bildung im Kontext von Kindern ist stets verbunden mit zahlreichen Erwartungen an die Institutionen früher Kindheit. Zwischen Entwicklungsaufgaben, neurobiologischen Erkenntnissen, individuellen Erwartungen von Eltern und zahlreichen Bildungsprogrammen für Kinder gerät das Kind mit seinen Selbstbildungsprozessen in unserer gegenwärtigen Gesellschaft leicht aus dem Blick. Wodurch ist Bildung im Kita-Alter definiert und wo liegen Chancen und Grenzen?
Projekt Weiterentwicklung der Jugendsozialarbeit
Aktuell führt das Institut für Praxisforschung und Evaluation der Evangelischen Hochschule Nürnberg im Auftrag der LAG Jugendsozialarbeit Bayern eine Studie zur Weiterentwicklung der Jugendsozialarbeit durch. Im Rahmen dieser Studie werden auch Jugendliche und junge Erwachsene über ihre aktuelle Lebenssituation befragt.
1 Woche Mama, 1 Woche Papa: Aktuelle psychologische und juristische Forschung zur Kinderbetreuung im Wechselmodell nach Trennung und Scheidung
Eine Woche Mama, eine Woche Papa, die abwechselnde Betreuung von Kindern getrennt lebender Eltern, gemeinsame elterliche Verantwortung, nicht nur rechtlich, sondern auch praktisch und Mutter und Vater als gleichwertige Bezugspersonen, auch nach Trennung und Scheidung: Wenn getrennt lebende Eltern ihre Kinder abwechselnd betreuen – zum Beispiel im wöchentlichen Wechsel – spricht man vom Wechselmodell oder auch einer paritätischen Doppelresidenz. Prof. Dr. Hildegund Sünderhauf, Professorin für Familienrecht an der Evangelischen Hochschule Nürnberg, hat umfassend rechtliche, psychologische und praktische Fragen der Kinderbetreuung im Wechselmodell nach Trennung und Scheidung der Eltern untersucht. Heute ist generell unbestritten, dass die gemeinsame Co-Elternschaft nach Trennung und Scheidung und die Abwechslung in der Betreuung im Allgemeinen das Beste für Kinder ist. Sünderhauf plädiert für eine Reform des Bürgerlichen Gesetzbuches, mit dem Ziel gerichtliche Möglichkeiten einer Anordnung der Betreuung im Wechselmodell gesetzlich vorzusehen und entwickelte einen konkreten Gesetzgebungsvorschlag.
Das Qualitätsregister der Evangelischen Kirche von Kurhessen Waldeck
Die Landesynode der Evangelischen Kirche von Kurshessen Waldeck (EKKW) fasste im Herbst 2006 folgenden Beschluss: „Um Handlungsfähigkeit zu sichern sind Qualitätsmaßstäbe zu entwickeln und Kriterien für die Überprüfung der Wirksamkeit kirchlicher Arbeit zu benennen.“ So entstand das Qualitätsregister als ein Instrumentarium, das dazu dienen sollte, die Qualität kirchlicher Arbeit vor Ort für die dort Verantwortlichen überprüfbar zu machen. Mit der Entwicklung wurde das Institut für Praxisforschung und Evaluation (IPE) an der Evangelischen Hochschule Nürnberg beauftragt.
Projekt Pedro – Personalentwicklung demografieorientiert
Das Projekt Pedro wird über das Programm „Rückenwind – Für die Beschäftigten in der Sozialwirtschaft“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert, dessen grundsätzliches Ziel der Ausbau der Personalentwicklung in der Sozialwirtschaft ist. Projektträger ist die Diakonie Neuendettelsau, wissenschaftlich begleitet wird das Projekt von Prof. Dr. Gerhard Wirner/Evangelischen Hochschule Nürnberg.
Familienorientierung in Unternehmen der bayerischen Diakonie
Die Balance zwischen Familie und Beruf ist in den letzten Jahren zunehmend thematisiert worden, auch um das Arbeitskräftepotenzial durch Familienorientiertes Personalmanagement zu vergrößern. Viele diakonische Träger unterstützen Familien mit ihren Leistungen – zum Beispiel durch Leistungen zur Betreuung von Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen. Wie es bei den diakonischen Trägern selbst bezüglich der Familienorientierung aussieht, wurde in Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk Bayern e.V. erforscht. Untersucht wurde, wie dessen Mitglieder zum Familienbudget stehen, wie Dienstvereinbarungen zum Familienbudget gestaltet sind und welche Erfahrungen die ersten Träger mit dem Diakonie-Gütesiegel Familienorientierung gemacht haben.
Wechselmodell – abwechselnde Kinderbetreuung durch getrennt lebende Eltern
Als Wechselmodell bezeichnet man die abwechselnde Betreuung von Kindern getrenntlebender Eltern: zum Beispiel eine Woche bei Mama, eine Woche bei Papa o.ä.. Gemeinsame elterliche Verantwortung, nicht nur rechtlich, sondern auch praktisch... beide Eltern als gleichwertige Bezugspersonen, auch nach Trennung und Scheidung... geht das? Es geht!
Forschungsprojekt: „Hochschulen – Orte der Bildung?!“
Die Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen hat die Studienlandschaft in Deutschland verändert. Als neue Leitidee wurde der Begriff der „Employability“ eingeführt, die Berufs- und Beschäftigungsfähigkeit der Absolventen. Offen ist bislang die Frage, wie Hochschulen der Gefahr begegnen können, auf eine Zulieferfunktion für den Arbeitsmarkt reduziert zu werden. Im Projekt wird diese Thematik über eine bildungstheoretische Begründung von Hochschule aufgegriffen und bearbeitet.
Die „christlichen Grünen“
Fragestellung: Parteien, die nicht die Fünf-Prozent-Hürde überwinden können, sind in Deutschland selten von Dauer – es sei denn, sie sind extremistisch wie etwa die NPD. Eine absolute Ausnahme stellt damit die Ökologisch-Demokratische Partei (ödp) dar, die seit 1982 existiert und immerhin 6.000 Mitglieder zählt (also etwa doppelt so viele wie die Grünen in den neuen Ländern). Im Rahmen des Projekts wurden erstmals die Parteimitglieder einer Kleinpartei, die lediglich in Kommunalparlamenten vertreten ist, empirisch untersucht. Warum aber sind Mitglieder dauerhaft in einer Partei aktiv, die kaum politisch gestalten kann?
Der Beitrag von Glaubenskursen zur religiösen Bildung und Sprachfähigkeit Erwachsener
Im Kontext der EKD-Initiative „Erwachsen glauben“ werden die Teilnahmestrukturen, Teilnahmemotive und Wirkungen von Glaubenskursen für Erwachsene untersucht. Das Projekt bietet konkrete Anhaltspunkte, wie die religiöse Sprachfähigkeit Erwachsener gefördert werden kann und leistet einen Beitrag zur empirischen kirchlichen Bildungsforschung.
Qualifikation von SozialpädagogInnen für die Soziale Arbeit mit psychisch kranken und behinderten Menschen (DAAD-Projekt/Stabilitätspakt Südosteuropa)
Der aktuelle Prozess der Enthospitalisierung psychisch kranker Menschen in Südosteuropa ist nur mit der Unterstützung gut ausgebildeter SozialarbeiterInnen möglich. Genau hier setzt das Projekt an, in dem es Weiterbildungsseminare insbesondere in Makedonien organisiert und mehrere Universitäten im 2007 gegründeten „Network for Empowerment of Social Work in Mental Health in South East Europe“ vernetzt sowie angewandte sozialpsychiatrische Forschung unterstützt.
„Subjektnahe Erfassung von Arbeits- und Lebenszufriedenheit bei Menschen mit Behinderung“
Für die Abteilung Behindertenhilfe der Diakonie Neuendettelsau wurde ein Instrumentarium zur Erhebung von Lebens- und Arbeitszufriedenheit entwickelt. Es ist der erste Ansatz, der das Ziel verfolgt, auch bei Personen, die aufgrund ihrer Behinderung nicht zu befragen sind, deren eigene subjektive Sicht zu erheben und so wenig wie möglich die Sicht Dritter in Anspruch zu nehmen.
„Sterbebegleitung von Menschen mit Demenz in stationärer Pflege“
Die Förderlinie "Soziale Innovationen für mehr Lebensqualität im Alter" (SILQUA) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung hat der EVHN ein Studienprojekt ermöglicht. Dem Sterben dementer Menschen hat man bisher nur wenig Beachtung in der Forschung gegeben, eine grundlegende Motivation unserer Arbeit. Ziel der Studie ist es, dementiell veränderten Menschen ein würdiges Erleben der letzten Lebensphase in Altenhilfeeinrichtungen zu ermöglichen. Dies wird unterstützt durch das am Studienende entwickelte Handlungskonzept für professionell Pflegende und Angehörige.
„Aufgaben und Leistungen der Sozialwirtschaft in Bayern“
Mit dem Forschungsprojekt sollen die „Aufgaben und Leistungen der Sozialwirtschaft in Bayern“ erfasst und in ihrer gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedeutung beschrieben werden. Ziel der Studie ist es, zunächst einen Rahmen zu entwickeln, auf dessen Basis bestehende Daten zur Sozialwirtschaft in Bayern systematisiert und vereinheitlicht werden können.



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