Forschung in der Praxis und für die Praxis
Forschung und Lehre gehören zusammen, sind zwei Seiten einer Medaille. Die Dozentinnen und Dozenten realisieren neben ihrer Lehrtätigkeit verschiedene Forschungsprojekte und veröffentlichen die Ergebnisse in Fachzeitschriften und anderen Publikationen. Vier Institute sind der Hochschule angegliedert:

Das Institut für Praxisforschung und Evaluation im kirchlichen, sozialen und Bildungsbereich unter Leitung von Prof. Dr. Joachim König ist Service- und Dienstleistungspool für kirchliche und soziale Organisationen und Unternehmen sowie Bildungseinrichtungen. Es realisiert Praxisforschungs- und Evaluationsvorhaben, bietet Beratungen zur Qualitätssicherung und -entwicklung, moderiert Selbstevaluationsprozesse und begleitet Pilotprojekte in der Praxis wissenschaftlich.

Das Institut für innovative Suchtbehandlung und Suchtforschung (ISS) unter der Leitung von Prof. Dr. Joachim Körkel befasst sich in wissenschaftlich fundierter Weise mit der Entwicklung, Verbreitung und Erforschung innovativer, wirtschaftlich tragfähiger und praxisnaher Suchtbehandlungsansätze.

Das Institut für Pflegeforschung, Gerontologie und Ethik unter der Leitung von Prof. Dr. Jürgen Härlein trägt durch eigene Initiativen, durch Auftragsforschung und durch drittmittelgeförderte Forschungsprojekte zur wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit grundsätzlichen und aktuellen Fragen im Schnittfeld der Alternswissenschaften, der Pflegewissenschaft und der Ethik bei, insbesondere im Hinblick auf die Kultur des Helfens bzw. der pflegerischen Fürsorge. 




 "Forschung, Entwicklung, Transfer - Nürnberger Hochschulschriften" und Forschungsprojekte (Auswahl)
Das Sozialwissenschaftliche Institut für Forschung und Transfer (SWIFT) unterstützt durch Forschungs-, Beratungs- und Entwicklungsprojekte und zielt auf einen Transfer zwischen Theorie, Wissenschaft und Praxis. Mit den an den Bedürfnissen des sozialen Sektors ausgerichteten Kompetenzzentren bietet es eine passgenaue Entwicklung, Erforschung und Verbreitung wissenschaftlich fundierter, innovativer Konzepte und Instrumente für die Bereiche Pädagogik und Entwicklung in der Kindheit, Sozialwirtschaft und Gesellschaft sowie Kompetenzen zu den Schwerpunktthemen Organisation, Personal, Management.


Forschung, Entwicklung, Transfer - Nürnberger Hochschulschriften

Die Nürnberger Hochschulschriften zu ‚Forschung, Entwicklung, Transfer‘ sind eine lose Hochschulreihe zur Publikation von Vorträgen, Artikeln und Projektberichten. Auch herausragende Qualifizierungsarbeiten von Studierenden können hier in gekürzter Fassung präsentiert werden. Die Online-Reihe - siehe unten bitte - soll dazu dienen, das Profil der Forschung und Entwicklung nach innen und außen zu kommunizieren und die breite Expertise der Mitglieder der Hochschule deutlich zu machen. Der EVHN-Forschungsausschuss gewährleistet zusammen mit dem Vizepräsidenten Forschung die Sicherung der notwendigen Qualität der Beiträge, sowohl der schriftlichen (Nürnberger Hochschulschriften) als der mündlichen Beiträge (halbjährliches Forum Forschung, Entwicklung, Transfer).

Auf dem "Kidoks-Dokumentenserver" stehe alle bisher erschienen Artikel der Publiationsreihe sowie ausgewählte Abschlussarbeiten der EVHN.


Ansprechpartner
Prof. Dr. Joachim König, Sebastian Ottmann

Die Umsetzung des Anspruchs auf inklusive Bildung – ein Thema auch für die Jugendsozialarbeit an Schulen in Nürnberg?! Ein Arbeitspapier
Von Andrea Zeus (Forschung, Entwicklung, Transfer - Nürnberger Hochschulschriften (26), 2017)    Im Folgenden werden die Ergebnisse einer qualitativen Erhebung zusammengefasst, die in Zusammenarbeit mit der Abteilung Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS) des Jugendamtes der Stadt Nürnberg von Juli bis September 2015 an der Evangelischen Hochschule Nürnberg stattfand. Zunächst war die Überführung der hier dargestellten Ergebnisse in eine quantitative Erhebung geplant, die dann jedoch aufgrund aktueller Entwicklungen, insbesondere der Bestrebungen zur Neuregelung des SGB VIII, vom Jugendamt Nürnberg verschoben wurde. Seit dem Zeitpunkt der Erhebung haben sich, unabhängig von den hier beschriebenen Ergebnissen, sowohl die Stadt Nürnberg als auch das Bayerische Staatsministerium mit einigen der im Nachfolgenden behandelten Fragen, vor allem in Bezug auf die Unterstützung von Geflüchteten, beschäftigt und u.a. eine Nachsteuerung der Ausbauplanung der JaS vorgenommen (vgl. Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration, o. D.). Dennoch sind bisher nicht alle Fragen zum Thema geklärt. Außerdem können die beschriebenen Forschungsergebnisse beispielsweise Impulse für die konzeptionelle Weiterentwicklung der JaS in Nürnberg und eventuell auch anderen Regionen bieten.   Artikel
Professionelle Responsivität der Fachkräfte im Umgang mit konflikthaften Peerinteraktionen in der Krippe
Von Kristina Bauer (Forschung, Entwicklung, Transfer - Nürnberger Hochschulschriften (25), 2017)    Streit untereinander gehört dazu, wenn viele Kinder den Tag gemeinsam in der Kindertagesstätte verbringen. Bei den Jüngsten kommt es immer mal wieder zu „handfesten“ Auseinandersetzungen. Dabei scheint der Zank um Spielzeug in der Krippengruppe an der Tagesordnung zu stehen. Sätze wie „Jan hat mir das Auto weggenommen!“ oder „Aber ich hatte die Puppe zuerst!“ sind mehrfach täglich zu hören. In den Stimmen der Kinder ist oft die hohe Emotionalität zu spüren, die Konfliktsituationen für Kleinkinder mit sich bringen. Nicht selten fließen Tränen. Deshalb fallen auf der Seite der Erzieherinnen ebenso häufig Sätze wie „Schon wieder geht das Geschrei los!“. Oft scheinen diese Konflikte einfach zu lösen zu sein: Die Erzieherinnen halten das Kind an, das Spielzeug zurückzugeben. Doch hier stellt sich die Frage: Ist das wirklich eine gute Lösung? Können pädagogische Fachkräfte in der Rolle des „Schiedsrichters“ ihrer Aufgabe, die Kinder in ihrer sozialen und emotionalen Entwicklung nach ko-konstruktiven und partizipativen Grundsätzen zu unterstützen, gerecht werden? Wie kann es gelingen, dass Fachkräfte zu Moderatorinnen und Moderatoren werden, die die Kinder darin stärken selbst Lösungen für ihren Streit zu finden und so ihre Kompetenz im Umgang mit Konflikten weiter zu entwickeln.   Artikel
Ich kann nicht mehr und jetzt? – Pflegende Angehörige an der Grenze zur Überlastung – Konzeption eines Fragebogens zur Selbsteinschätzung des Belastungsniveaus und der Bewältigungsstrategien, zur Bedarfsermittlung im Rahmen der Beratung pflegender Angehöriger
Von Anne Wölfel (Forschung, Entwicklung, Transfer - Nürnberger Hochschulschriften (24), 2017)   Pflegende Angehörige gelten als hochbelastete Bevölkerungsgruppe. Oft müssen sie mehrere Verpflichtungen gleichzeitig koordinieren und bleiben dabei selbst auf der Strecke. Gerade auch deshalb, weil sich der sozialstaatliche Versorgungsapparat auf die Verwandten und Freunde pflegebedürftiger Menschen stützt, wurden Angebote geschaffen, um diese zu entlasten. Im Rahmen der vorliegenden Arbeit soll eine Methode vorgestellt werden, welche die konkreten  Anliegen sowie die Potentiale von pflegenden Angehörigen und ihrem sozialen Umfeld erfasst, um so ein individuelles Beratungskonzept für jeden Nutzer zu entwickeln, mit dem Ziel eine optimale Entlastung zu schaffen.   Artikel
Homo imagines faber – Menschenbildlichkeit zwischen Idolatrie und Selbstreflexivität
Von Arne Manzeschke (Forschung, Entwicklung, Transfer - Nürnberger Hochschulschriften (24), 2017)     Dieser Text geht auf einen Vortrag beim Dies Academicus des Instituts für Theologie und Sozialethik an der Technischen Universität Darmstadt am 14. Januar 2011 zurück, der zum Thema »Neue Studien zur alttestamentlichen Anthropologie – Impulse für die ethischen Diskussionen der Gegenwart« ausgerichtet wurde. Grundlage waren drei Publikationen zur alttestamentliche Anthropologie, die von Sozialethikern kommentiert wurden (vgl. Frevel 2010, Wagner 2009, Janowski und Liess 2009).   Artikel
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