8. Forum Forschung Entwicklung Transfer
24.01.2019 09:30

Eine offene Veranstaltung für Lehrende, Mitarbeitende, Studierende und für die interessierte Öffentlichkeit mit Beiträgen aus laufenden und abgeschlossenen Forschungs- und Entwicklungsprojekten an der EVHN. Die Themen beim 8. Forum am 24. Januar 2019 (9.30 bis 15.30 Uhr): Careleaving bei UMF - Stolpersteine, Gefahren der Desintegration und Handlungsempfehlungen für die Jugendhilfe (Prof. Dr. Michael Appel) Lebensqualität für Generationen" – und wie es damit weiter geht (Prof. Dr. Christine Brendebach), Professionsverständnis von Religionspädagoginnen und Religionspädagogen (Magdalena Endres, Dipl. Rel.päd. (FH)), Erklär‘ mir Demenz! – Mit Kindern über die ‚Krankheit des Vergessens‘ sprechen. Forschungs- und Lehr-Lern-Projekt (Prof. Dr. habil. Martina Plieth). Herzliche Einladung an alle Interessierten; eine Anmeldung ist nicht notwendig.



9.30 Uhr Begrüßung



9.35 Uhr
Careleaving bei UMF - Stolpersteine, Gefahren der Desintegration und
Handlungsempfehlungen für die Jugendhilfe
Prof. Dr. Michael Appel

Die Vorläufer-Studie zur retrospektiven Analyse von Prozessen des Ankommens und der Integration von unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten kam zu überwiegend positiven Befunden, was die Begleitung, Unterstützung und Förderung der Jugendlichen auf ihrem Weg in die deutsche Aufnahmegesellschaft anbelangt. (vgl. http://dx.doi.org/10.17883/fet-schriften027) Auf der Suche nach kontrastierenden Fällen und jungen Erwachsenen, die aus den Betreuungs- und Wohnformen der Jugendhilfe herausgefallen sind, sind zwei Fallstudien entstanden, die auf prekäre Situationen beim Übergang in die Selbständigkeit verweisen. Aus Sicht der Befragten können Stolpersteine und Gefahren der Desintegration beschrieben und Handlungsempfehlungen für die Jugendhilfe abgeleitet werden.



10.30 Uhr
Lebensqualität für Generationen - und wie es damit weiter geht.
Prof. Dr. Christine Brendebach


Was macht ein gelungenes Leben aus? Welche Ziele setzen wir für die kommenden Generationen? Welche Antworten finden wir darauf? Wie stärken wir das Wertefundament in der Gesellschaft und in der persönlichen Entwicklung? Mit diesen Fragen beschäftigt sich ein Symposium, das vom Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales gefördert wird und am 23.01.2018 der EVHN stattfindet. Im Dialog mit gesellschaftlichen Akteuren sollen neue Handlungsspielräume und Ideen für die Zukunft ausgelotet werden. Lebensqualität wird dabei als ein bedeutender Gradmesser für die Ausrichtung einer werteverbundenen Gesellschaft verstanden. Im Rahmen des 8. Forums Forschung Entwicklung Transfer wird von den noch „frischen" Eindrücken und Ergebnissen des Symposiums berichtet, um dann über die Weiterführung des Themas im Kontext von Forschungsprojekten oder Themenschwerpunkten der EVHN nachzudenken.



11.30 Uhr
Was ist Schönheit? Ein diakoniewissenschaftlicher Durchblick

Prof. Dr. Thomas Popp

Diakoniewissenschaft nimmt helfendes Handeln in Kirche und Diakonie durch die Einbeziehung der Theologie mit ihren Teildisziplinen und die Bezugnahme auf die Human-, Pflege-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften in den Blick. Allerdings scheint das Thema Schönheit in ihr trotz der Bedeutsamkeit etwa in Philosophie und Theologie eine unterbelichtete Rolle zu spielen. In Texten aus Diakonie und Diakoniewissenschaft ist die alltagssprachlich fest verankerte Schönheit weithin ein begrifflicher Fremdkörper.
Um der Schönheit in Diakonie und Diakoniewissenschaft zu mehr Beachtung zu verhelfen, wird sie theologisch intradisziplinär und interdisziplinär beleuchtet. Besonderes Augenmerk wird einerseits auf das Verhältnis von Schönheit und Sinnlichkeit gerichtet. Andererseits ist für eine diakonische Ästhetik die Schönheit des Fragments richtungsweisend.
Diakoniewissenschaft legt Wert auf eine sich wechselseitig erhellende Beziehung zwischen Theorie und Praxis. Ziel des Beitrags ist, durch diverse Blicke auf Schönheit das ästhetische Gespür für den Zusammenhang von Gehalt und Gestalt zu schärfen und so auch helfendes Handeln in fragmentarischer Schönheit in der diakonischen Praxis zu fördern.  


12.30 Uhr Pause, Imbiss


13.30 Uhr
Religionspädagoginnen und Religionspädagogen in Schule und Gemeinde – empirische Befunde zum Professionsverständnis
Magdalena Endres, Dipl. Rel.päd. (FH)

Religionspädagoginnen und Religionspädagogen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern arbeiten sowohl am formalen Bildungsort Schule als auch an non-formalen Bildungsorten der Kirchlichen Bildungsarbeit. In einer qualitativen Studie wurde der Frage nachgegangen, welche handlungsleitenden Orientierungen sich bei diesen pädagogischen Professionellen zeigen, die gleichzeitig in unterschiedlichen Bildungssettings tätig sind. Die Ergebnisse der Studie zeigen vier kontrastive Typen hinsichtlich eines Umgangs mit der Kommunikation des Evangeliums sowie eines Umgangs mit der Bildungsmodalität. Vor dem Hintergrund der empirischen Befunde sowie bildungs- und professionstheoretischer sowie religionspädagogischer und theologischer Theoriediskurse werden Eckpunkte einer Theorie religionspädagogischer Professionalität beschrieben.



14.30 Uhr
Erklär‘ mir Demenz! – Mit Kindern über die ‚Krankheit des Vergessens‘ sprechen. Forschungs- und Lehr-Lern-Projekt

Prof. Dr. habil. Martina Plieth

„Demenz ist eine Krankheit. Da wirst du innen immer jünger, aber von außen kann es niemand sehen.“ (Benjamin, 10 Jahre). Kinder heute im 21. Jahrhundert sind deutlich mehr über die ‚Krankheit des Vergessens‘ informiert als Heranwachsende im 20. Jahrhundert. Aber was wissen sie genau? Wie haben Sie ihre Kenntnisse erlangt? Und was möchten sie im Blick auf Demenz und das Leben mit Demenz erklärt bekommen?
Durch eine zunächst regional begrenzte (eventuell auch noch auszuweitende) exemplarische Fragebogen-Aktion unter Viertklässlerinnen und Viertklässlern (Grundschulbereich) sollen Antworten auf diese Fragen gefunden werden. Dabei geht es in einem ersten Schritt darum, vorhandenes Wissen und Wissenslücken im Umfeld der ‚Krankheit des Vergessens‘ von Kindern im Alter von 9 bis 11 Jahren möglichst differenziert zu erfassen und zu analysieren. In einem zweiten Schritt sollen – auf den so gewonnenen Erkenntnissen aufbauend – zielgerichtet (Unterrichts-)Materialien für Kinder im Grundschulalter zur Vertiefung, Schaffung und Weiterentwicklung spezifischer Kompetenzen in Bezug auf Demenz und Performanzen im Umgang mit demenziell Erkrankten erstellt werden.


15.30 Uhr Ende


gez. Senatsausschuss für Forschung – i.V. Prof. Dr. Joachim König – Vizepräsident für Forschung
Veranstaltungsort:
Evangelische Hochschule Nürnberg
Bärenschanzstraße 4, 90429 Nürnberg

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