6. Forum Forschung Entwicklung Transfer
25.01.2018 09:30

Eine offene Veranstaltung für Lehrende, Mitarbeitende, Studierende und für die interessierte Öffentlichkeit mit Beiträgen aus laufenden und abgeschlossenen Forschungs- und Entwicklungsprojekten an der EVHN. Die Themen beim 6. Forum am 25. Januar 2018 (9.30 bis 15.30 Uhr): Herausforderungen und Chancen des Lernens und Forschens zwischen den Welten: Reflexionsimpulse nach einer Studienreise ins ländliche Südafrika // Was können wir glauben? Eine Erinnerung an Gott und den Menschen // Faktoren für gelingende Integration: Rekonstruktion der Integrationsprozesse von unbegleiteten, minderjährigen Geflüchteten // Coopetition-Effects – Vom Nutzen der Kooperation und des Wettbewerbs für Diakonieunternehmen // (Wie) funktioniert ein Social-Impact-Bond? - eine experimentelle Rekonstruktion. Herzliche Einladung an alle Interessierten. 



Herausforderungen und Chancen des Lernens und Forschens zwischen den Welten: Reflexionsimpulse nach einer Studienreise ins ländliche Südafrika
Prof. Dr. Andrea Nickel-Schwäbisch & Prof. Dr. Andrea Zeus
Die Hochschulkooperation mit der University of Venda ermöglichte es einer Gruppe von zehn Studierenden und zwei Dozentinnen, ein interkulturelles Forschungskolleg zu Fragen der Gewaltprävention in Thohoyandou anzubieten. Aus den Erfahrungen zum „lernenden Forschen“ ergeben sich einige Fragestellungen, die über die einzelne Studienreise hinaus auch für weitere Entwicklungen und Prozesse zur Internationalisierung an unserer Hochschule von Interesse sein können.


Was können wir glauben? Eine Erinnerung an Gott und den Menschen
Prof. Dr. Ralf Frisch
Was können Christen heute, also ziemlich genau fünfhundert Jahre nach der Reformation, glauben? Die Antwort auf diese Frage gibt dieses Buch, indem es das Apostolische Glaubensbekenntnis vergegenwärtigt - allgemeinverständlich, inspirierend und mitunter sogar aufregend. Diese Auslegung des Glaubensbekenntnisses ist zugleich eine Auslegung unserer Gegenwart und eine Auseinandersetzung mit herrschenden naturwissenschaftlichen Welt- und Menschenbildern. Ralf Frisch vertritt die These, dass der christliche Glaube inmitten der Gottesvergessenheit unserer abendländischen Kultur eine faszinierende und vernünftige Alternative darstellt. Um diesen Glauben überzeugend zur Sprache bringen zu können, muss man allerdings bereit sein, anders zu denken und die Welt anders zu sehen. Tut man dies, dann stellen sich in der Begegnung mit dem Glaubensbekenntnis Antworten auf die Sinnfrage ein, die das Dasein in der entzauberten Welt wieder zu einem metaphysischen Abenteuer werden lassen.


Faktoren für gelingende Integration: Rekonstruktion der Integrationsprozesse von unbegleiteten, minderjährigen Geflüchteten
Prof. Dr. Michael Appel
Vorgestellt werden die Ergebnisse einer biografieanalytischen Studie, die im Rahmen des Wichern-Instituts als Forschungskooperation mit der Abteilung Kinder- und Jugendhilfe der Rummelsberger Diakonie in Nürnberg durchgeführt wurde. Die Studie legt aus der Perspektive ehemaliger „UMF“ Rahmenbedingungen, sozialpädagogische Arrangements sowie Interventionen der Begleitung und Unterstützung offen, die maßgeblich auf die Integrationsprozesse der jungen Menschen eingewirkt haben. Die Ergebnisse werden in vier Thesen zu förderlichen Bedingungen der Integration der jungen Menschen zusammengefasst und ein Ausblick auf mögliche Handlungsempfehlungen für die sozialpädagogische Praxis gegeben.


Coopetition-Effects – Vom Nutzen der Kooperation und des Wettbewerbs für Diakonieunternehmen
Richard Pilhofer M.A.
Seit Anfang der 1990er Jahre bis dato finden in Unternehmen der Diakonie vermehrt wirtschaftliche und wettbewerbsorientierte Themen Eingang. Obendrein verändern gesellschaftliche Grundprozesse viele Hilfsangebote und führen zu professionell-qualitativen Fortschritten. Dies zeigen z.B. auch viele Bachelor- und Masterstudiengänge auf, welche in einer Zusammenschau Managementthemen mit sozial-fachlichen Qualifikationen kombinieren. Studiert man weiter diverse Fachliteratur zu sozialwirtschaftlichen Themen, so kann festgehalten werden, dass Publikationen über Leitgedanken von Kooperation weit hinter denen des Wettbewerbs und der Konkurrenz zurückbleiben.
Der Unternehmensentwicklungsansatz Coopetition verbindet die Stärken des Wettbewerbs mit den Vorteilen von Kooperationen. Ausgehend von interdisziplinären Überlegungen zur Ressourcenbegrenzung werden die der Coopetition zugrundeliegenden Begriffe und Kompetenzen entfaltet sowie verschiedene Handlungsansätze vorgestellt. Den Abschluss des Vortrages bilden ein Fazit sowie Revitalisierungsgedanken im Hinblick auf Unternehmungen der Diakonie. „Wer etwas will, findet Wege, wer etwas nicht will, findet Gründe." (Götz Werner)


(Wie) funktioniert ein Social-Impact-Bond? - eine experimentelle Rekonstruktion
Prof. Dr. Uwe Kaspers
Social Impact Bonds finanzieren ein Sozialprogramm nach dem von dem Leistungserbringer veranschlagten Aufwand. Der Sozialleistungsträger finanziert jedoch nicht – wie im tradierten Setting – den Leistungserbringer, sondern einen Vorfinanzierer des Programms. Dies geschieht nach Maßgabe der durch die Leistungserbringer erzielten sozialen Wirkung. Auf diese Weise entsteht Transparenz und Wettbewerb bzgl. der erzielten Wirkungen und ggf. soziale Verpflichtung des Leistungserbringers gegenüber dem Vorfinanzierer.
Wie wirkt dieses Setting auf das Verhalten der Leistungserbringer? Eine experimentelle Studie unternimmt den Versuch, dieses Setting in einem ökonomischen Experiment zu rekonstruieren. Das Experiment wurde mit Probanden in Deutschland und in den USA durchgeführt. Der Vortrag stellt die Ergebnisse vor.




Das 7. Forum Forschung – Entwicklung – Transfer ist am 5. Juli 2018.

Veranstaltungsort:
Evangelische Hochschule Nürnberg
Bärenschanzstraße 4, 90429 Nürnberg

Zurück zur Veranstaltungsliste
Druckversion
Evangelische Hochschule Nürnberg  |  Bärenschanzstraße 4, 90429 Nürnberg
Datenschutz Impressum