Forschung in der Praxis und für die Praxis
Forschung und Lehre gehören zusammen, sind zwei Seiten einer Medaille. Die Dozentinnen und Dozenten realisieren neben ihrer Lehrtätigkeit verschiedene Forschungsprojekte und veröffentlichen die Ergebnisse in Fachzeitschriften und anderen Publikationen. Vier Institute sind der Hochschule angegliedert:

Das Institut für Praxisforschung und Evaluation im kirchlichen, sozialen und Bildungsbereich unter Leitung von Prof. Dr. Joachim König ist Service- und Dienstleistungspool für kirchliche und soziale Organisationen und Unternehmen sowie Bildungseinrichtungen. Es realisiert Praxisforschungs- und Evaluationsvorhaben, bietet Beratungen zur Qualitätssicherung und -entwicklung, moderiert Selbstevaluationsprozesse und begleitet Pilotprojekte in der Praxis wissenschaftlich.

Das Institut für innovative Suchtbehandlung und Suchtforschung (ISS) unter der Leitung von Prof. Dr. Joachim Körkel befasst sich in wissenschaftlich fundierter Weise mit der Entwicklung, Verbreitung und Erforschung innovativer, wirtschaftlich tragfähiger und praxisnaher Suchtbehandlungsansätze.

Das Institut für Pflegeforschung, Gerontologie und Ethik unter der Leitung von Prof. Dr. Barbara Städtler-Mach und Prof. Dr.  Christine Brendebach trägt durch eigene Entwürfe und Auftragsforschung dazu bei, die Probleme alternder Menschen zu erfassen und anwendungsorientierte Lösungsansätze zu entwickeln. Besonderes Augenmerk gilt dabei den Herausforderungen an die Altenhilfe in christlich begründetem Denken. 



Forschungsprojekte (Auswahl) 
und "Nürnberger Hochschulschriften":
Das Sozialwissenschaftliche Institut für Forschung und Transfer (SWIFT) unterstützt durch Forschungs-, Beratungs- und Entwicklungsprojekte und zielt auf einen Transfer zwischen Theorie, Wissenschaft und Praxis. Mit den an den Bedürfnissen des sozialen Sektors ausgerichteten Kompetenzzentren bietet es eine passgenaue Entwicklung, Erforschung und Verbreitung wissenschaftlich fundierter, innovativer Konzepte und Instrumente für die Bereiche Pädagogik und Entwicklung in der Kindheit, Sozialwirtschaft und Gesellschaft sowie Kompetenzen zu den Schwerpunktthemen Organisation, Personal, Management.


Forschung, Entwicklung, Transfer - Nürnberger Hochschulschriften

Die Nürnberger Hochschulschriften zu ‚Forschung, Entwicklung, Transfer‘ sind eine lose Hochschulreihe zur Publikation von Vorträgen, Artikeln und Projektberichten. Auch herausragende Qualifizierungsarbeiten von Studierenden können hier in gekürzter Fassung präsentiert werden. Die Online-Reihe - siehe unten bitte - soll dazu dienen, das Profil der Forschung und Entwicklung nach innen und außen zu kommunizieren und die breite Expertise der Mitglieder der Hochschule deutlich zu machen. Der EVHN-Forschungsausschuss gewährleistet zusammen mit dem Vizepräsidenten Forschung die Sicherung der notwendigen Qualität der Beiträge, sowohl der schriftlichen (Nürnberger Hochschulschriften) als der mündlichen Beiträge (halbjährliches Forum Forschung, Entwicklung, Transfer).


Ansprechpartner
Prof. Dr. Joachim König, Sebastian Ottmann

Arbeitslosigkeit - Belastungs- und Bewältigungsprozesse als Herausforderung für die Erwachsenenbildung
Von Joachim König (Forschung, Entwicklung, Transfer - Nürnberger Hochschulschriften (14), 2016). Dieser Beitrag ist aus einer Reihe von Vorträgen des Autors heraus entstanden und will versuchen, eine Antwort auf vier Fragen zu geben: 1. Warum gibt es eigentlich Arbeitslosigkeit? Die gesellschaftliche Ausgangssituation soll kurz analysiert werden, in der wir uns befinden. 2. Welche Folgen hat Arbeitslosigkeit für die Betroffenen? Und warum? Bei wem und unter welchen Bedingungen hat sie Folgen? 3. Was tut die Erwachsenenbildung dagegen? Wo kann sie individuelle Bewältigungsversuche unterstützen? An dem Punkt wird dann ein grundsätzliches Problem, ein Dilemma deutlich, in dem Erwachsenenbildung hier steckt. 4. Was müsste Erwachsenenbildung deshalb außerdem noch tun? – Hier ein paar Vorschläge, wie wir vielleicht aus diesem Dilemma rauskommen könnten. Artikel 
Hören und Verstehen - Wodurch das Erkennen Freude macht. Theologische Bemerkungen
Von Michael Kuch (Forschung, Entwicklung, Transfer - Nürnberger Hochschulschriften (13), 2016). In drei Schritten möchte ich im weiteren entfalten, wodurch das theologische Entdecken Freude macht. Als erstes ist der Gegenstand des Erkennens genauer zu beschreiben, nämlich als die Wirklichkeit des Evangeliums. Sodann will ich den spezifischen Modus in den Blick nehmen, in dem das Evangelium zu einer Wirklichkeit unseres Lebens wird. Es ist der Modus des Hörens. Drittens soll skizziert werden, wozu jede theologische Erkenntnisbemühung, zumindest in reformatorischer Perspektive, dient. Sie dient der Verdeutlichung dessen, was Martin Luther als „äußeres Wort“ bezeichnet hat. Artikel 
Gewalt als Krise der Religion Eine theologische Auseinandersetzung mit der dunklen Seite der Macht
Von Ralf Frisch (Forschung, Entwicklung, Transfer - Nürnberger Hochschulschriften (12), 2016). „Und führe uns nicht in Versuchung.“ So beten Christen im Vaterunser. Die vielleicht größte Versuchung der Religion , die zugleich ihre größte Gefahr darstellt, ist der Glaube an einen allmächtigen, zu allem fähigen und auch vor dem Einsatz von Gewalt nicht zurückschreckenden Gott Wenn die Religion dieser Versuchung nachgibt, begibt sie sich in düstere Gefilde. Sie betritt einen Pfad, der ins Verderben führt. Daher müsste sie sich eigentlich als ihr höchstes Gebot die Worte des weisen Yoda aus George Lucas’ Science-Fiction-Epos „Star Wars“ ins Stammbuch oder besser noch in ihre Heiligen Schriften schreiben: „Hüte dich vor der dunklen Seite der Macht!“ Artikel
Keine „Stunde der Exekutive“(?) Bundestag und Bundesverfassungsgericht in der „Eurokrise“
Von Uwe Kranenpohl (Forschung, Entwicklung, Transfer - Nürnberger Hochschulschriften (11), 2016). So problematisch es also ist, von der „Eurokrise“ zu sprechen, so treffend ist die Bezeichnung „Krise“, denn die aktuellen Vorgänge zeigen die beiden von Koselleck angesprochenen Aspekte. Sie ist zum einen Ausdruck struktureller Probleme, zum anderen hat sie Züge einer Entscheidungssituation, bei der wegen „Gefahr im Verzug“ unverzüglich gleichsam lebensentscheidende Entscheidungen gefällt werden müssen (Koselleck 1982, S. 619). Sie ist eine Ausnahmesituation. Artikel
Weitere Nachrichten  1 2 3 4 5    Zum Projektearchiv

Druckversion
Evangelische Hochschule Nürnberg  |  Bärenschanzstraße 4, 90429 Nürnberg
Datenschutz Impressum