Bachelor Heilpädagogik 

Studieninhalte

  • Heilpädagogik als Handlungswissenschaft
  • Humanwissenschaftliche Grundlagen der Heilpädagogik
  • Heilpädagogische Handlungskonzepte
  • Rechtliche, sozialwissenschaftliche und sozialwirtschaftliche Grundlagen der Heilpädagogik
  • Ethik in der Heilpädagogik


Im Wintersemester 2017/2018 wird der Studiengang Heilpädagogik erstmalig als grundständiger Studiengang mit zwei Schwerpunktsetzungen angeboten: 1. Heilpädagogische Diagnostik und 2. Konduktive Förderung und Inklusion
(Voraussetzung ist die noch ausstehende Genehmigung durch das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst): siehe auch hier.



Profil des Studiengangs


Im Studium werden:
  • Theorien und Forschungsergebnisse für die Heilpädagogik analysiert, überprüft und es wird nach Möglichkeiten von Praxistransfers gesucht
  • Theorien und berufliches Handeln verglichen und ethisch reflektiert
  • Praxiserfahrungen auf wissenschaftlicher Basis evaluiert und weiterentwickelt
  • Kompetenzen in heilpädagogischer Diagnostik und zu heilpädagogischen Handlungskonzepten auf der Grundlage heilpädagogischer Beziehungsgestaltung in besonderer Weise ausgebildet
  • Theorien und Forschungsergebnisse zur Konduktiven Pädagogik analysiert, praktische Kompetenzen der Konduktiven Förderung vermittelt und Konduktive Förderung im inklusiven Kontext erarbeitet
  • Theorien und Forschungsergebnisse zur Inklusion im Zusammenhang mit der Heilpädagogik analysiert, überprüft und der Transfer in die Praxis hergestellt.


Aufbau des Studiums

Die Dauer des Studiums beträgt sieben Semester in Vollzeit und umfasst 210 ECTS. Das vierte Semester ist als Praxissemester vorgesehen. 
Je nach Schwerpunktsetzung des Studiums wird im Praktikum der Schwerpunkt auf heilpädagogische Diagnostik oder Konduktive Förderung gelegt.


Berufsperspektiven

Absolventen/-innen des Studiengangs Heilpädagogik B.A. eröffnen sich u.a. heilpädagogische Tätigkeitsfelder in folgenden Bereichen:
  • Erziehungshilfe: Frühförderstellen; integrative, inklusive sowie konduktive Einrichtungen, Tagesstätten, Heime und Wohngruppen
  • Behindertenhilfe: Komplexeinrichtungen; Tagesstätten, Heime und Wohngruppen; Werkstätten; integrative und inklusive konduktive Krippen, Kindertagesstätten und Horte
  • Schulischer Bereich: Schulvorbereitende Einrichtungen, konduktiv-inklusive Schulen, Persönliche Assistenz
  • Gerontologischer Bereich: Seniorenheime, Demenzzentren, ambulante Dienste
  • Erwachsenenbildung: Fachakademien für Heilpädagogik, Fachakademien für Sozialpädagogik, Berufsfachschulen für Kinderpflege, HEP, Ergotherapie
  • Klinischer Bereich: Sozialpädiatrische Zentren, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Praxen
  • Fachdienste: Beratung, Anleitung, Supervision, Ausbildung, Fortbildung, Forschung
  • Zugang zu Masterstudiengängen


Gesellschaftlicher Bedarf

Die Zahl von Kindern und Jugendlichen mit Verhaltensauffälligkeiten, Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen, Entwicklungsverzögerungen und spezifischen Leistungsproblemen sowie Behinderungen nimmt deutlich zu.

Leitziele der Integration und Inklusion verlangen individuelle Förderkonzepte für Menschen mit körperlicher oder geistiger Behinderung, die sich am Anspruch der gesellschaftlichen Teilhabe orientieren.

Dadurch, dass die Menschen immer älter werden, nehmen auch die heilpädagogischen Aufgabenbereiche im neurogerontologischen Bereich zu. Hier bietet zum Beispiel auch die konduktive Förderung ein praktisches Konzept zur Begleitung und Förderung bei altersbedingten Behinderungen und Krankheiten an.



Methoden

Die überschaubaren Studierendengruppen ermöglichen eine dialogische und subjektorientierte Lehr-Lern-Konzeption. Die Kompetenzen und praktischen Erfahrungen der Studierenden werden in die Lehrveranstaltungen mit einbezogen. Wir arbeiten fallbezogen, projektorientiert und mit Präsentationen. Lehrbeauftragte aus unterschiedlichen Praxisfeldern, zum Beispiel auch aus dem Bereich der Konduktiven Förderung, werden in der Lehre eingesetzt und begleiten die Studentinnen und Studenten während des Praxissemesters. 



Zulassungsbedingungen

  1. Zugelassen werden: Abiturientinnen und Abiturienten mit allgemeiner, fachgebundener Hochschulreife oder Fachhochschulreife, Meisterinnen oder Meister oder ihnen Gleichgestellte sowie beruflich Qualifizierte (zwei Jahre einschlägige Berufsausbildung und drei Jahre einschlägige Berufserfahrung nach erfolgreichem Abschluss eines Probestudiums), Absolventinnen oder Absolventen von Fachschulen und Fachakademien.
  2. Die Bewerberinnen und Bewerber müssen bei Studienbeginn ein mindestens sechswöchiges Praktikum in einer sozialen bzw. heilpädagogischen Einrichtung nachweisen, dies entfällt für qualifizierte Berufstätige, sofern die berufliche Qualifikation fachlich verwandt ist.


Zulassung

Studienanfänger werden im Bachelor-Studiengang Heilpädagogik nur zum Wintersemester (1. Oktober) aufgenommen. Der Bewerbungszeitraum beginnt am 1. Mai und endet am 15. Juni (Ausschlussfrist). 

Das Bewerbungsverfahren erfolgt online. Bitte lesen Sie die Infos hier durch: www.evhn.de/studieninfo.html

Wichtige Information!!!: Ab dem Wintersemester 2017/2018 wird der Studiengang als grundständiger, sieben semestriger Studiengang  Heilpädagogik B.A. angeboten; Die Zulassungsbedingungen wurden noch nicht aktualisiert.
Das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft muss der Umwandlung noch zustimmen.

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